Outdoor against Cancer und Prostata Hilfe Deutschland – wir kooperieren!

20. Dezember 2019 | von Ingrid Müller

Bewegung und Sport sind gut für Körper, Geist und Seele – auch bei einer Krebserkrankung. Deshalb kooperieren die Organisation Outdoor against Cancer (OAC) und die Prostata Hilfe Deutschland zukünftig. Ob Bergsteigen oder Segeln – informieren und mitmachen!
 

Bewegung und Sport stärken Herz und Kreislauf, die Muskeln und Knochen oder vertreiben Stimmungstiefs. Körperliche Aktivität kann bis zu einem gewissen Maß vor Krebs schützen, aber auch Krebspatienten profitieren davon. Unzählige Studien haben die positiven Effekte von Bewegung bei Krebs nachgewiesen. Und so empfehlen Experten heute, bei einer Krebserkrankung auf keinen Fall körperlich inaktiv zu sein. Bewegung wirkt sich zum Beispiel positiv auf eine Fatigue, Ängste, Depressionen und die Lebensfreude aus. Viele Gründe also, warum die der Prostata Hilfe Deutschland (PHD) ab sofort mit Organisation Outdoor against Cancer (OAC) kooperiert.

„Wir wollen Männer zur Krebsvorsorge und Früherkennung beim Arzt motivieren. Aber auch Bewegung und Sport besitzen einen großen Nutzen – sowohl in der Krebsprävention als auch in der Phase nach einer Krebserkrankung“, sagt Dr. Knut Müller, Mitgründer der PHD. Und hierfür mache OAC ganz konkrete, niederschwellige Angebote. „Das begeistert uns und wir freuen darauf, zukünftig – sozusagen aus erster Hand- darüber noch mehr informieren zu können“, erklärt Müller.

Oft ist eine Krebserkrankung ein Weckruf, um Neues in sein Leben hineinzulassen, zum Beispiel Bewegung und Sport.

Dr. Knut Müller
Prostata Hilfe Deutschland

 

OAC: Schwerpunkt liegt auf dem Leben

OAC ist eine non-profit-Organisation mit Sitz in München, die sich für eine gesündere Gesellschaft stark macht. „Unser Fokus liegt auf dem Leben und nicht auf der Krankheit“, erklärt die Gründerin Petra Thaller. OAC setzt sich nicht nur für eine bessere Regeneration nach einer Krebserkrankung ein, sondern auch für die Krebsprävention.

Die Organisation bietet kostenlose oder kostengünstige Outdoor- und Sportaktivitäten für Krebspatienten sowie deren Familien und Freunde an – von Bergwandern bis Segeln. Interessierte können auch schon während ihrer Krebsbehandlungen teilnehmen und so die Nebenwirkungen verringern. OaC-Gründerin Petra Thaller, selbst ambitionierte Bergsportlerin, sagt: „Sport und Bewegung können Krebspatienten aus der Krise und über den Berg helfen.“

 

Niemand muss Profisportler sein

Zu den Trainings im Freien kann jeder kommen: Ehe- und Lebenspartner, Kinder oder Freunde. Besondere Teilnahmekriterien gibt es nicht. Auch muss niemand sich als Krebspatient outen oder Profisportler sein – Einsteiger sind ebenfalls willkommen. „Wir fragen einfach nur: ‚Wir gehen raus, magst mit‘?“, sagt Petra Thaller. OAC- Veranstaltung gibt es inzwischen in vielen europäischen Ländern, zum Beispiel Deutschland, Österreich, Italien oder Griechenland.

 

PHD: Unabhängige Informationen –  Selbstbestimmtheit fördern

Die Prostata Hilfe Deutschland (PHD) ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Würzburg. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die Vorsorgebereitschaft der rund 17 Millionen Männer über 45 Jahren in Deutschland zu erhöhen. Außerdem will sie die Gesundheitskompetenz der Männer und ihrer Angehörigen beim Thema Prostatagesundheit und Prostatakrebs verbessern. So will die PHD zu einer Reduktion der Sterberate von Männern beitragen.

Männer sollen in der Lage sein, als mündige Patienten Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen und gemeinsam mit ihrem Arzt die für sie „richtigen“ Entscheidungen zu treffen. Dafür entwickelt die PHD umfassende, unabhängige, medizinisch fundierte und aktuelle digitale Ratgeberangebote mit dem Patientennutzen als Leitmotiv – immer aus Sicht des Patienten und des Mediziners.

 

Von Ingrid Müller