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MRT bei Prostatakrebs: Wann sie gemacht wird und was sie bringt

23. Februar 2018

Der Urologe Dr. Frank Schiefelbein erklärt im Video-Interview, wann eine Magnetresonanztomografie (MRT) bei Prostatakrebs sinnvoll ist und was Ärzte auf den Bildern sehen können.

 

Was kann man mit Hilfe einer Magnetresonanztomografie feststellen?

Dr. Frank Schiefelbein: Die Magenetresonanztomografie (MRT) oder auch Kernspintomographie ist eine Untersuchung, mit der man ein sehr hoch aufgelöstes Bild bekommt. Seit ein paar Jahren gibt es mit dem 3‑Tesla-MRT eine sehr hoch auflösende Untersuchung, die Veränderungen in der Binnenstruktur der Prostata aufzeigen kann. Momentan liefert das Kernspin die genauesten Ergebnisse, was die bildgebende Untersuchung der Prostata angeht.

 

Was genau sieht man im MRT-Bild?

Mit der Magnetresonanztomografie können wir sehen, ob bei einer Vergrößerung der Prostata ein Tumorverdacht vorliegt. Und sie hilft uns vor allen Dingen auch dabei, die Tumoren herauszufinden, die signifikant sind. Das heißt: die Tumoren, die aufgrund ihrer Gewebestruktur aggressiv sind und die Neigung haben, später einmal aggressiv zu wachsen und Metastasen zu setzen.

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Hat die MRT-Untersuchung Nebenwirkungen?

Im Gegensatz zur Computertomografie ist das Kernspintomografie keine Untersuchung, die mit radioaktiven Strahlen arbeitet und deshalb auch weniger belastend ist. Allerdings ist die MRT auch eine sehr teure Untersuchung, die technisch sehr aufwändig ist. Und sie ist auch keine Untersuchung, die in allen Fällen von Prostatakrebs durchgeführt werden muss. 

Die Indikation muss ärztlich gestellt werden, und nicht immer ist ein Kernspin erforderlich – zum einen, weil sie teuer ist, zum anderen aber auch, weil sie nicht immer die Aussagekraft hat, die wir uns im Einzelfall wünschen.