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HIFU bei Prostatakrebs

23. März 2018

HIFU ist eine relativ neue Behandlungsmöglichkeit bei Prostatakrebs. Der Urologe Dr. Tobias Egner erklärt im Video, wie sie  funktioniert.

 

Was ist HIFU?

HIFU heißt hochintensivierter fokussierter Ultraschall (englisch: high intensity focused ultrasound). Der Tumor in der Prostata wird mit hoher Energie zerstört. Die Methodik ist seit Anfang 2000 etabliert. HIFU ist für Patienten geeignet, bei denen eine Komplettentfernung der Prostata oder eine Hochdosis-Bestrahlung nicht in Frage kommt, zum Beispiel aufgrund ihres Alters oder bestimmten Vorerkrankungen.

 

Wie führt der Arzt die HIFU durch?

HIFU arbeit mit zwei Modulen: der Planungseinheit (ein PC, auf dem sich die Prostata dreidimensional darstellen lässt) und Behandlungseinheit (das Ultraschallgerät mit Ultraschallsonde). Der Patient bekommt zunächst eine Narkose, in der Regel eine Rückenmarksnarkose. Dann wird er entprechend gelagert und der Arzt platziert die Ultraschallsonde über den After. Dann startet die Therapieplanung.

Je nach Prostatagröße dauert die Behandlung eine bis anderthalb Stunden. Ist die Therapie beendet, wird der Patient von der Behandlungsliege in das Bett verlagert. Dann legen Ärzte einen Blasenkatheter für zirka drei Tage.

Der Vorteil des Verfahrens ist, dass die HIFU eine sehr schonenende Methode ist. Man kommt ohne Schnitt aus und es ist ein sehr „blutarmer“ Eingriff.

 

Nachsorge nach der HIFU-Behandlung

Die Nachsorge nach der Behandlung mittels HIFU erfolgt alle drei Monate. Ärzte orientieren sich unter anderem am PSA-Wert, um zu kontrollieren, ob die Behandlung erfolgreich war. Wächst der Prostatakrebs nicht weiter und ist die Lage stabil, kann man die Nachsorgeintervalle von sechs und später sogar auf zwölf Monaten ausdehnen.