Auswirkungen von Alkoholkonsum

05. März 2018 | von Martina Häring

Wer bereits Prostatakrebs hat und weiter Alkohol trinkt, verschlechtert damit womöglich seine Überlebenschancen. Das legt zumindest eine kanadische Studie nahe, die vor kurzem veröffentlicht wurde.

Beobachtung über 19 Jahre hinweg

Dass zu viel Alkohol das Prostatakrebsrisiko erhöht, ist schon länger bekannt. Wie sich ein hoher Alkoholkonsum nach einer Prostatakrebs-Diagnose auf den Verlauf der Krebserkrankung auswirkt, ist noch nicht hinreichend erforscht.

Eine kanadische Studie bringt nun neue Erkenntnisse: Die Wissenschaftler haben dafür 829 Männer mit Prostatakrebs maximal 19 Jahre lang regelmäßig hinsichtlich ihrer Trinkgewohnheiten befragt und ihre Angaben mit dem Überleben der Männer in Zusammenhang gebracht.

Das Ergebnis: Wer regelmäßig Alkohol trank, starb nicht nur insgesamt früher, sondern hatte auch ein höheres Risiko, sein Prostatakarzinom nicht zu überleben. Das galt besonders für Männer, die mindestens zweimal täglich Alkohol getrunken hatten. Die Wissenschaftler sagen aber auch, dass das Ergebnis jetzt durch weitere Studien überprüft werden solle.

 

Quelle

  • Farris, M. S., Courneya, K. S., Kopciuk, K. A., McGregor, S. E. and Friedenreich, C. M. (2018), Post-diagnosis alcohol intake and prostate cancer survival: A population-based cohort study. Int. J. Cancer. doi:10.1002/ijc.31307